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Weihnachtsgedichte

Weihnachtsgedichte aus antiquarischen Büchern entnommen. Weihnachten - die Zeit der Poesie.
Viele Autoren können einfach hervorragen die Essenz der Weihnachtszeit erfassen. Sie drücken mit wenigen Worten, doch soviel aus.




Dezember

Horch! Pochte es an mein Fenster nicht?
Schaut nicht durch die Scheibe, die trübe,
Beleuchtet vom flackernden Mondenlicht,
Ein wohlbekanntes süßes Gesicht
Mit Augen voll zärtlicher Liebe?

Wird draußen nicht eine Stimme laut,
Schon lange nimmer vernommen?
,,Kommt Kinder!" flüstert sie, ,,kommt und schaut! Die Weihnachtstanne ist aufgebaut,
Das Christkindlein ist gekommen." -

Ein Baumzweig schlug an dein Fensterlein,
Der Nachtwind regt sein Gefieder.
Geh' schlafen, du Thor! Laß das Lauschen sein! Kein Christkind kehrt mehr bei dir ein,
Und die Todten kommen nicht wieder.



(O.Kernstock)



Weihnachten

Liederklänge, Lichtgefunkel,
Frühling in der Winternacht,
Warum nicht in jedes Dunkel
Bahnt Ihr Euren Weg mit Macht?
Warum wollt Ihr nur der Reichen,
Der Gesunden Freude sein?
Warum fällt nicht auf des bleichen
Elends Antlitz Euer Schein? -

Erbarmt Euch der niedern, unfreundlichen Fenster Und bannet die kauernden, finstern Gespenster Hinweg von den Stufen!
Erbarmt Euch der Armen, der Kranken, der Bösen, Durch Liebe und Freude die Welt zu erlösen,
Seid Ihr ja berufen! -

Oder galt des heut' Gebor'nen
Liebe denen nicht zumeist,
Die der Hochmuth die Verlor'nen
Heute so wie damals heißt? -
Die mühselig und beladen,
Lud er liebend zu sich ein,
Keiner schien ihm seiner Gnaden
Zu gering und zu gemein! -
Weh', wenn Ihr, die noch seinen Namen Ihr führet,
Vom Geist seiner suchenden Liebe nichts spüret
Tiefinnen im Herzen!
Die Lieder verklingen, bald seid Ihr im Dunkeln
Und tastet und tastet - doch nimmermehr funkeln
Euch Augen und Kerzen! -

Aber nicht in weiten, hellen
Sälen gebt der Noth ein Fest!
Ueberschreitet ihre Schwellen,
Sucht sie, die sich finden läßt!
Nicht mit edlen Gönnermienen
Sollt Ihr auf die Armen seh'n:
Eure Brüder ehrt in ihnen,
Wenn sie auch in Lumpen geh'n. -
Schaut muthig hinein in die dunkelsten Gründe
Und zittert nicht, wenn Euch die Blicke der Sünde,
Der zischenden, trafen:
In Jenen erweckte die Noth die Dämonen,
Die heimlich in jeglicher Menschenbrust wohnen,
- Die Eurigen schlafen. -

Wehe! wer da schilt und tadelt!
Aber selig, wer da liebt!
Liebe sühnt und Liebe adelt
Den, der nimmt, und den, der giebt!
Liebe kann nicht ruh'n noch rasten,
Liebe überbrückt und eint,
Bis sich finden, die sich haßten,
Und zum Freunde wird der Feind! -
Sie läßt auch das Wort, das die Engel gesungen,
Das durch die Jahrhunderte mahnend gedrungen,
Einst Wirklichkeit werden:
Wenn Keiner mehr hungert und Keiner mehr weinet
In Angst und Verzweiflung, dann endlich erscheinet
Der Frieden auf Erden! - -


(Wilhelm Langewiesche)


 

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